Die Logistik und die dahinter stehenden technischen Systeme werden sich in diesem Jahrzehnt stark verändern. Die RFID-Technik wird viel zu dieser Veränderung beitragen, auch wenn ihre ungezählten Anwendungsmöglichkeiten noch kaum absehbar sind. Automatische Erfassungssysteme spielen eine immer bedeutendere Rolle, da sie Daten zeitnaher und wesentlich sicherer erheben als alle manuellen Methoden. Voraussetzung ist allerdings eine maschinenlesbare Identifikation. Welche?
Der Barcode ist weit verbreitet, verfügt weltweit einen hohen Standardisierungsgrad (im Gegensatz zu RFID-Transpondern) und eine hohe Akzeptanz.
Die Pulkfähigkeit und die Programmierfähigkeit der Transponder hingegen sprechen für RFID. (Pulkfähigkeit: Ausgelöst durch einen induktiven Signalstrom übermitteln alle Transponder eines Warengebindes Ihre Informationen zeitgleich andas Lesesystem. So lässt sich eine ganze Kiste Hemden auf einmal erfassen, ohne die Kiste zu öffnen.)
Für viele Anwendungen ist die neue Technik noch zu unwirtschaftlich. Dabei geht es nicht nur um die Kosten des Transponders. Zu Buche schlagen auch die Investition in die Hardware (z.B. Schreib-Lese-Einheit, Antennen), die Abstimmung des physischen Materialflusses mit den Lese-Einheiten und Antennen, die Integration der Hardware und Software-Systeme.
Wie bereits erwähnt sind die Transponder, welche die Informationen tragen und übertragen, zurzeit für eine breite Anwendung zu teuer. Die Branche rechnet mit einer Zielgrösse von 0,5 bis 1 Cent.

