Andererseits gibt es Wege, um dieser neuen Herausforderung wirkungsvoll zu begegnen: Führende Supply Chains bringen neue Fähigkeiten zur Anwendung, um proaktiv die Komplexität zu meistern, die Leistung zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Sie haben die Hebelwirkung von drei Grundsätzen erkannt und wenden diese entsprechend an:
- Zusammenarbeit wird verstanden als Teilen und Nutzen von Information entlang der gesamten Supply Chain, um unnötigen und doppelten Aufwand zu reduzieren und mehr auf die Anforderungen der Kunden zu fokussieren statt auf die eigene Organisation. Die Studie zeigt, dass jene Firmen, die mehr auf Zusammenarbeit ausgerichtet sind, eine höhere Supply Chain Qualität und niedrigere Kosten als andere erzielen.
- Der zweite Hebel ist das Management der Wertschöpfungskette, welches die Organisation der gesamten Supply Chain nach sich zieht – vom Produktdesign bis zum Vertrieb, vom Zulieferer bis zum Endkunden – um eine gesamtheitliche Sicht aller Sachverhalte zu erzielen. Einer der Schlüsselaspekte im Management der Wertschöpfungskette ist, Supply Chain Partner gemäss ihrer Qualifikation und Leistungsfähigkeit derart zu integrieren, dass die Leistung der Supply Chain ein Optimum erreicht. Während Outsourcing-Entscheidungen heute umsichtiger getroffen werden, haben Logistikdienstleister ihre Qualifikation und Leistungsfähigkeit substanziell gesteigert.
- Schliesslich wird die Differenzierung von Supply Chains praktiziert, um ganz bestimmten Anforderungen zu genügen. Die Resultate dieser Studie zeigen klar, dass die Zeiten einer Supply Chain, die der Maxime "Eine Einheitsgrösse für alle genügt", vorbei sind. Um die wachsende Komplexität effektiv zu managen, wenden führende Unternehmen Strukturen, Prozesse und Methoden an, die den Kundenanforderungen, der Vertriebsstruktur, den Produkten, den regionalen Gegebenheiten und anderen Unterscheidungsmerkmalen gerecht werden.
